SPD Wolnzach besucht den Wellpappenhersteller Thimm

Ortsverein

Wenn Bürger über das Gewerbegebiet Bruckbach reden, gibt es die einen, die es als großen Wurf
sehen und die anderen, für die das Ilmtal verschandelt wurde.
Diese Kontroverse war bei der kürzlich stattgefunden Betriebsbesichtigung in Bruckbach, Wellpappenwerk Thimm, kein Thema.
Vielmehr wollte die SPD Wolnzach den größten dort ansässigen Betrieb mit seinen Mitarbeitern kennen lernen.
2. OV-Vorsitzender Daniel Jäger freute sich über die knapp 30 erschienenen Besucherinnen und Besucher, die von Geschäftsführer Tankred Pörner freundlich empfangen wurden.
Der mittelständische Betrieb mit 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigte sich von seiner besten Seite mit modernster Technik, weitreichenden Arbeitsschutzmaßnahmen, einer autarken Brandschutzeinrichtung mit Sprinkleranlage und einer betont wertschätzenden Mitarbeiterführung.
Auch mit Selbstkritik hielt sich Tankred Pörner nicht zurück. Das Werk hat bewusst keine energiefressende Klimaanlage, sondern ist mit einer Gebäudeteilekühlung und einem Wärmerückgewinnungssystem ausgestattet. Über diese Entscheidung sei man sehr zufrieden, jedoch wird bis dato keine einzige kWh Strom auf dem Betriebsgelände selbst erzeugt. „Da können wir nur besser werden“ meinte Pörner auf Nachfragen der Gemeinderätin Marianne Strobl.
Auch größere Probleme wurden nicht unter dem Tisch gekehrt: Es fehlt an Arbeitskräften, die bereit sind, in einer 5-Tage-Woche im Schichtbetrieb zu arbeiten. Und es fehlt an Auszubildenden, weshalb nur vier von acht Ausbildungsplätzen besetzt werden konnten. Es könnte 5-10% mehr produziert werden, weil die Aufträge und die Technik dafür vorhanden seien, aber das gewerbliche Personal reicht nicht aus.
90 % der Kunden befinden sich im Großraum um den Landkreis Pfaffenhofen. An 5 Tagen in der Woche verlassen ca. 50-60 LKW`s pro Tag das Werk. „Wellpappe ist vor allem ein regionales Geschäft und wir legen größten Wert auf maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden, welche kleinere bis große mittelständische Betriebe sind“, so Geschäftsführer Pörner
Die Besucherinnen und Besucher konnten in der hochtechnisierten Produktionshalle Einblicke in mehrere Bereiche bekommen: die eingehauste Wellpappenanlage, ausgeklügelte Stanzmaschinen, die angeschlossene Druckabteilung, das Altpapierlager, sowie das Ausgangsprodukt Papier, welches aus 90 % Recyclingpapier besteht.
Fazit: Ein ausgeklügelter Betriebsablauf mit hochtechnischer Ausstattung und überzeugenden Endprodukten. Die Recyclingquote vom Produkt Papier ist sehr hoch, die gesamte Ökobilanz hat aber noch Luft nach oben. Auf ein gutes Betriebsklima wird besonders wert gelegt. Allerdings müssen die Mitarbeiter mit Maschinenlärm zurechtkommen und benutzen hoffentlich konsequent ihren Hörschutz, der zur Verfügung gestellt wird. Der mittelständische Betrieb will hier in der Hallertau ankommen, was man ihm nur wünschen kann.
Der jährliche Umsatz ist seit Inbetriebnahme 2017 an die 50 Mio. Euro und unterstreicht die Entwicklung in der Wellpappenherstellung: Seit der Industrialisierung ist die Verpackung ein Wachstumsgeschäft und ein Ende ist nicht abzusehen.

SPD Wolnzach, 23.01.2019

 

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