Willy-Brandt-Medaille für Anton Dost

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Seit 70 Jahren gehört Anton Dost der SPD an. Im feierllichen Rahmen erhielt der 91-jährige Altbürgermeister und Ehrenbürger von Wolnzach die höchste Auszeichung für sein politisches Lebenswerk, die die SPD zu vergeben hat: Die Willy-Brandt-Medaille. Im Beisein vieler Wegbegleiter aus dem Ortsverein und seiner Familie hielt Marianne Strobl, 2. Vorsitzende des Ortsvereins eine Laudatio und MdL Ruth Waldmann, sowie SPD-Kreisvorsitzender Markus Käser überreichten neben der Medaille die goldene Ehrennadel für die 70-jährige Mitgliedschaft.

„In deinem Einsatz für die Bürger und deiner großen Hilfsbereitschaft hast du die Werte der SPD gelebt und warst für alle, egal welchem Stand und welcher Partei sie angehörten ihr Bürgermeister.“ Es braucht Leute wie dich, sonst hätten wir heute nicht ein Bayern, das so lebens- und liebenswert ist“.
Anton Dost trat am 01.01.1946  als 21-Jähriger in die SPD ein. Als Kriegsversehrter konnte er 1944  nicht mehr seinem erlernten Handwerksberuf als Metzger ausüben, sondern fand eine Anstellung in der Marktverwaltung Wolnzach.

1966 wurde er in den Gemeindrat gewählt und 1971 in das Bürgermeisteramt, das er bis 1990 ausübte. Noch heute ist er ehrenamtlich als Geschäftsführer der Wohungsbaugenossenschaft tätig.

Die SPD verneigt sich vor dieser politischen Lebensleistung.

 

Hier die Laudatio im Wortlaut:

Wolnzach, 30. September 2016
Rednerin: Marianne Strobl, 2. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Wolnzach

Lieber Done,

du wirst heute für deine 70-jährige Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei
Deutschland gewürdigt und es ist mir eine große Ehre, als Vorstandsmitglied des
Ortsvereins Wolnzach, ein paar Worte an dich zu richten.

Es hat mich sehr beeindruckt, als du mir erzähltest,wie du als junger Mann in den 2.
Weltkrieg ziehen musstest, schwer verwundet daraus zurückkamst und im ersten
Friedensjahr, 1946, als 21-jähriger in die sozialdemokratische Partei eintratest.
Wer nach diesem furchtbaren Weltkrieg in eine Partei eintrat, der war nicht ausschließlich
am Aufbau seiner eigenen 4 Wände interessiert, sondern am Aufbau eines
demokratischen Staates, angesichts der schrecklichen Erfahrungen aus dem 3. Reich.
Wenn man dich, deinen Lebensweg und deine Weggefährten etwas kennt, dann ist es
nicht verwunderlich, dass du dir bewusst die SPD als Partei ausgewählt hast.

Die Sozialdemokratische Partei Deutschland steht für die Werte Freiheit, Gerechtigkeit
und Solidarität und du, Done, hast diese Werte gelebt. Noch heute erzählen die Älteren
von deiner überaus großen Hilfsbereitschaft, die du jeder Person entgegen gebracht hast,
unabhängig welchem Stand oder welcher Partei sie angehörte.

Als Kriegsversehrter konntest du nicht mehr deinen erlernten Beruf als Metzger ausüben
und warst gezwungen dich neu zu orientieren.
Du hast im Magistrat, also in der Gemeindeverwaltung, eine Anstellung bekommen und
dich um die Anliegen der Leute gekümmert.

1966 bist du erstmals in den Gemeinderat gewählt worden und 1971 hat dich der SPDOrtsverein
als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. Schützenhilfe bekamst du sogar aus
dem fernen München: Der damalige Münchner OB Hans-Jochen Vogel ist eigens zum
Wahlkampf nach Wolnzach gekommen und hat dich unterstützt.
Auf Anhieb bekamst du die Mehrheit und musstest als noch unerfahrener Bürgermeister
bei der großen Gemeindegebietsreform langwierige Verhandlungen mit allen kleinen
Gemeinden führen, die heute die Marktgemeinde Wolnzach bilden.
Mit viel Verhandlungsgeschick hast du die Leute überzeugt und zusammengebracht.
Weitere große Themen waren der Ausbau der Straßen und der Kanalisation, die
Errichtung des Sportzentrums, das sog. Haus des Marktes mit Bibliothek und eine große
Rathaussanierung.
Insgesamt warst du 19 Jahre „ da Burgamoasta“ und hast im Anschluss an deine Amtszeit
1991 die Ehrenbürgerwürde für deine Verdienste um die Marktgemeinde Wolnzach
verliehen bekommen.
Und man staune: Noch heute bist du mit deinen 91 Jahren als ehrenamtlicher
geschäftsführender Vorstand in der Wolnzacher Wohnungsbaugenossenschaft aktiv.

Als Bürgermeister warst du sehr geschätzt, weil du ein Bürgermeister für alle warst.
Egal, wer zu dir gekommen ist und deine Hilfe brauchte, du hast geholfen, wo du konntest.
Ich kann mich noch gut an die Worte meines Opas erinnern, wenn er, der Hopfenbauer,
von dir, als „Burgamoasta“ respektvoll redete: „Da Dost Done is in Ordnung, a wenn er a
Roter is.“
Und diese Anerkennung vor deiner Lebensleistung zollen wir dir alle.

Presseberichte:

Donaukurier vom 30.09.2016

hallertau.info vom 01.10.2016

 

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