Pfaffenhofen ist bereit für neue Wege

Ortsverein

Für mehr Gemütlichkeit am Hauptplatz

Vollgas für eine neue Mobilitätskultur und mehr Gemütlichkeit in der Innenstadt.

Ein Beitrag zur Verkehrspolitik in Pfaffenhofen von Markus Käser.
 
Mobilität war schon immer ein emotionales Thema. Aber der Versuch des neuen CSU-Chefs unsere Ortsteile gegen die Kernstadt auszuspielen ist sprichwörtlich eine Sackgasse ohne Gewinner. Außerdem ist das Manöver ziemlich durchschaubar. Einen echten Grund zur Aufregung gibt es nämlich nicht. Pfaffenhofen ist eine lebendige Stadt mit lebendigen Dörfern. Kernstadt und Ortsteile stehen vor verschiedenen, aber gleich großen Herausforderungen. Allen Verantwortlichen ist durchaus bewusst, dass viele Innenstadtbesucher, bevor sie im Zentrum als Fußgänger unterwegs sind, in der Regel motorisiert anreisen (müssen).
Deshalb wird die Innenstadt immer gut erreichbar sein. Gewerbegebiete und Supermärkte sowieso. Und die Belange von Gehbehinderten werden selbstverständlich ihre Berücksichtigung finden. 

Gemeinsam und transparent erarbeiten derzeit Bürger, wie der deutsche Fahrrad-Club, die IG Innenstadt oder Pro Wirtschaft, PolitikerInnen, Verwaltung und Fachleute, darunter auch die Pfaffenhofener Polizei und Verkehrsplaner, in Arbeitsgruppen Maßnahmen für eine neue, nachhaltige Pfaffenhofener Mobilitätskultur mit Blick auf das gesamte Stadtgebiet. Alle wissen, dass niemand im Alleingang den Autoverkehr abschaffen kann. Aber alle wissen, dass wir jetzt gefordert sind zu handeln! 

Ich bin davon überzeugt: Pfaffenhofen ist bereit für neue Wege! 

Eine große Mehrheit befürwortet die Förderung von Alternativen zum Individualverkehr. Mehr Radlfreundlichkeit, Lärmreduzierung und Raserbekämpfung. Verdrängung des überörtlichen Verkehrs aus der Stadt. Mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und am Hauptplatz. Das sind die großen Überschriften. Gemeinsam gestalten wir eine Innenstadt, die nicht nur begehrens-, sondern auch begehenswert ist!

Man stelle sich doch einfach mal vor, man macht mitten auf dem Hauptplatz die Augen zu und hört nur Gespräche und Kinderlachen statt Motorknattern und man braucht dort keine Angst zu haben in den nächsten Sekunden angefahren zu werden.

All das und das Konzept der “wachsenden Fußgängerzone” in Abhängigkeit zur Parkierung, steht übrigens seit 2014 als Zielsetzung im Koalitionspapier P.L.A.N. 2020 der bunten Koalition. Die "Autogerechte Stadt" wie sie der neue Pfaffenhofener CSU-Chef fordert ist hingegen ein Konzept aus dem "Maggi-Kochstudio" der 60iger Jahre und obendrein eine Fehlentwicklung der Städteplanung.

Nicht nur viele unserer Dörfer wurden im Autowahn der vergangen Jahrzehnte in ihrer Mitte auseinander gerissen und so die Dorfstraßen ihrer sozialen, verbindenden Funktion beraubt.
Auch unsere Stadt leidet an einer solchen Durchschneidung unserer "guten Stube".
 
Wir opfern viel, für wenig Gewinn. 
Selbst die Autofahrer finden die Situation in der Innenstadt zunehmend unerträglich.

Unser Hauptplatz, unser gemeinsames Wohnzimmer ist doch viel zu wertvoll für eine beherrschende Nutzung als "Abkürzung" oder als "Parkplatz". Aktuell ist er wahrscheinlich der teuerste und schönste Wendehammer Bayerns!

Fakt ist, Pfaffenhofen hat bereits jetzt mit rund 950 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner eine der höchsten Autodichten in ganz Deutschland.
Und Fakt ist, ab sofort kommen alleine im Stadtgebiet rund 200 Autos jedes Jahr hinzu. Das Fassungsvermögen unserer Straßen in der Innenstadt ist also in absehbarer Zeit erreicht.

Eine autofixierte Stadtentwicklungspolitik fährt so gesehen geradewegs ins Chaos! 

Wir müssen uns deshalb sachlich, aber konsequent, mit wirksamen Maßnahmen zur Verringerung des Autoverkehrs beschäftigen.
Wehleidige und rückwärts gewandte Pressemitteilungen dienen dabei vielleicht der eigenen Profilierung, helfen aber Pfaffenhofen tatsächlich wenig weiter. 

Im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans fanden übrigens mehrere öffentliche und intensive Diskussionsrunden statt. Die Ergebnisse werden im Herbst diesen Jahres präsentiert.

Wenn Christian Moser das Thema "Autos und Verkehr" wirklich so wichtig ist, warum hat er sich dann nicht an diesen mehrfachen und stundenlangen Treffen der PAFundDU-Arbeitsgruppe oder am Zukunftsforum "Mobilität" beteiligt?

Und wenn sich der neue CSU-Chef als bekennender Strauß-Fan über Herkers volksverbundene Sprache empört, dann könnte er doch mal wieder in einem seiner FJS-Zitate-Hefte stöbern.
 
Mosers großes Vorbild hatte zum Beispiel einmal einem Kritiker zugerufen: "Wenn´s schon kein Hirn haben, dann halten Sie´s Maul wenigstens"
 
Dagegen ist Thomas Herker doch der Inbegriff einer Charmeoffensive.

Um also im Bild zu bleiben: Schaltet mal einen Gang runter, probiert´s mal mit Gemütlichkeit und lasst uns miteinander an noch mehr Lebensqualität für Pfaffenhofen arbeiten. 

Markus Käser 
​SPD Pfaffenhofen | Fraktionssprecher im Stadtrat
 

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