Offener Brief an Willi Neumayer

Ortsverein

Lieber Willi Neumayer,

gerne erinnere ich mich zurück an die Zeit vor 45 Jahren, wo wir mit einigen Gleichdenkenen die Juso-Gruppe in Pfaffenhofen gegründet haben. Auch die Zeit von 1979 bis 1989 ist in guter Erinnerung, wo wir gemeinsam die Sozialdemokratie in Pfaffenhofen stärkten, Du an vordester Stelle. Leider sind uns die wunderbaren Erfolge der letzten 8 Jahre noch verwehrt geblieben, die Zeit war noch nicht reif.

Um so mehr finde ich es schade, wenn Du Dich mit der positiven Entwicklung unserer Heimatstadt und mit dem Einsatz der Hauptakteure zum Erreichen der großen Ziele nicht mitfreuen kannst. Ich bekenne offen, dass ich sehr, sehr froh bin, mit Thomas Herker, Markus Käser, Andreas Herrschmann und all den anderen Mitstreitern nochmals eine Aufbruchstimmung erleben zu dürfen. Als Senior mit 68 Lebensjahren und 45 SPD-Jahren darf ich das so formulieren.

Mit einem Blick zurück im Zorn wird man der Realität nicht gerecht, glaube ich. Die Zeit innerparteilicher Differenzen – die übrigens jede Partei einmal hat – ist Gott sei Dank vorbei, und unsere junge Mannschaft hat die Kontrahenten früherer Jahre überhaupt nicht kennengelernt.

Man muss 2016 Herrn Pronold nicht mögen, lieber Willi, man muss auch Herrn Gabriel nicht mögen, aber die unverrückbaren Grundwerte der deutschen Sozialdemokratie, die ja eine historische Dimension haben, sollten wir alle hochhalten. Wenn wir sie irgendwo vermissen, sollten wir – gemeinsam – für sie kämpfen.

Früher waren Lohnfragen, Fragen der Arbeitszeit usw. im Mittelpunkt, heute muss es zweifelsohne der Klimaschutz sein, denn davon hängt aller Menschen Zukunft ab. Wird der Klimaschutz nicht gelingen, wird es weltweit einen Verteilungskampf von ungeahntem Ausmaß geben, unser Willy Brandt sei für diese Aussage als Kronzeuge benannt.

Pfaffenhofen ist auf dem richtigen Weg, die Stadt und der Landkreis. Das mit riesiger Mehrheit verabschiedete Konzept ist tragfähig. Es ist auch nicht nur ein Konstrukt der Bunten Koalition. Führende Köpfe der CSU, z.B. Landrat Martin Wolf oder Altbürgermeister Hans Prechter stehen weiterhin zu dem Konzept, bekennen sich auch zu den Windrädern und tragen so wesentlich zur Glaubwürdigkeit ihrer Partei bei.

Es ist schade, Willi, dass Du Dich nach 1989 aus der Politik fast ganz zurückgezogen hast, manche Fragen hätte ich auch mit Dir gerne diskutiert. Aber ich respektiere Deinen Rückzug ins Private. Selbst möchte ich den Weg in eine lebenswerte Zukunft noch eine Weile helfen mitzugestalten.

Sei gegrüßt ohne Groll,
aber mit ein bisschen Unverständnis!

Peter Feßl

 

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