Fünfter Rettungswagen für den Landkreis

Kreistagsfraktion

Antrag der SPD-Kreistagsfraktion zum Rettungswesen im Landkreis:​

Der Kreistag möge beschließen:

Der amtierende Landrat und unsere Kreisverwaltung, sowie die Delegierten des Landkreises im ZRF-Verbandsrat werden beauftragt nichts unversucht zu lassen, der weiterhin bestehenden Unterversorgung mit Rettungswägen im südlichen Landkreis Pfaffenhofen entgegenzuwirken und sich für einen fünften Rettungswagen, mit Zuordnung zu den Gemeinden Gerolsbach, Reichertshausen, Scheyern, Hettenshausen, Ilmmünster, Jetzendorf und dem südlichen Teil der Stadt Pfaffenhofen, einzusetzen.

Begründung:
Die SPD freut sich, dass unserer Forderung aus dem Jahr 2014 nach einem vierten Rettungswagen Rechnung getragen und dieser nun am 01. Juli in Dienst gestellt wurde.

Jetzt gilt es allerdings alles dafür zu tun, dass auch der südliche Landkreis flächendeckend und ausreichend versorgt wird.

Rückmeldungen aus der Bevölkerung, aus der Praxis und nachgewiesene Notfälle, bei welchen die vorgeschriebene Rettungsfrist nicht eingehalten werden konnte, zeigten, dass der südliche Landkreis bislang schon nicht ausreichend mit Rettungsmitteln versorgt war und bei Betrachtung der abzudeckenden Fläche in Relation zu den Einwohnerzahlen auch weiterhin als problematisch einzustufen sein wird.

Dies ließe sich auch schnell bestätigen, würde man die Einsatzdaten der umliegenden Rettungswägen auswerten und dabei die komplette, tatsächliche Fahrzeit ab der Einsatzübernahme zur Bemessungsgrundlage machen.

Letztlich erklärt sich die Notwendigkeit aber auch bei bloßer Betrachtung der reinen Fahrzeiten. Ist beispielsweise der in Pfaffenhofen stationierte Rettungswagen durch einen anderen Einsatz gebunden, werden umliegende Rettungswägen angefordert.

Berechnet man nun für diese die einfache Fahrzeit auf den kürzesten Strecken, ergibt sich zum Beispiel von Allershausen nach Scheyern eine Fahrzeit von 18 Minuten. Von Schrobenhausen nach Scheyern 19 Minuten. Und von Rohrbach nach Scheyern 17 Minuten. Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Strecken ausgehend jeweils von Indersdorf, Altomünster, Schrobenhausen oder Rohrbach nach Jetzendorf berechnen lässt. Alle Fahrzeiten liegen über der vorgeschriebenen Hilfsfrist von 12 Minuten. Und das bereits bei idealer Verkehrslage!

Für unseren Landkreis Pfaffenhofen und im Namen unserer Bürger dürfen insofern nicht die unscharfen Werte aus dem Trust-3-Gutachten der letzte Maßstab sein, sondern nur die tatsächliche Wartezeit des einzelnen Notfallpatienten.

Ein fünfter Rettungswagen ist somit zukünftig erforderlich.

Die Maßnahme ist für den Landkreis kostenneutral, da die Kosten für den Rettungsdienst von den Krankenkassen getragen werden, welche übrigens auch 2016 wieder Milliardenüberschüsse erwirtschaftet haben.

Im Auftrag der
SPD Fraktion im Kreistag Pfaffenhofen

Martin Schmid, Fraktionssprecher
Thomas Herker, stv. Fraktionssprecher
Markus Käser, stv. Fraktionssprecher

 
 

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