Kreisvorstand: Vorschläge zur verbesserten Unterstützung unserer ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer im Landkreis PAF

Unterbezirk

Das Thema Asyl beschäftigt unsere Kommunen in zunehmendem Ausmaß. Vielerorts bei uns im Landkreis haben sich neue Initiativen gegründet, werden bestehende Strukturen erweitert oder engagieren sich Einzelpersonen um zu helfen. Als Sozialdemokraten stehen wir in be­sonderer Verantwortung für einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen die in unsere Region kommen. Mit Freude nehmen wir deshalb zur Kenntnis, dass die Hilfsbereitschaft bei uns im Landkreis sehr groß ist. Schon jetzt hat der Landkreis viele Partner, die ihn bei der Betreuung der Asylsuchenden unterstützen, wie zum Beispiel die Caritas, das BRK, das THW und auch die Kommunen engagieren sich über ihren gesetzlichen Auftrag hinaus.

Konkrete Hilfe vor Ort bieten aber vor allem viele ehrenamtlich tätige Bürger. Diese Menschen lindern unentgeltlich so manche “akute Not” der Flüchtlinge vor Ort und wir sollten sie deshalb noch besser unterstützen.

Denn wir wissen, dass aufgrund der zunehmenden Anzahl der Flüchtlinge in unsere Region, die Arbeit dieser Helfer- und Arbeitskreise in Zukunft nicht weniger werden wird. Die Flüchtlingszahlen im Landkreis Pfaffenhofen werden steigen. Und schon jetzt fühlen sich viele Helfer allein gelassen. Schon jetzt ist absehbar, dass die bisherigen Strukturen nicht mehr ausreichen um alle Probleme vor Ort bewältigen zu können.

In vielen Kommunen wird bereits einiges zur Unterstützung der Asyl-Aktiven geleistet, und auch der Landkreis hat als Unterstützung und zur Koordination des Ehrenamts eine halbe Pädagogenstelle und zur Verwaltung 19,5 Wochenstunden zur Verfügung gestellt. Auch kreisweite Hilfsorganisationen wie BRK und THW haben bereits Maßnahmen eingeleitet. Doch leider gibt es trotzdem noch viele Vorfälle die zeigen, dass die Grenzen des Ehrenamtes schnell erreicht sind. Dies gilt auch in finanzieller Hinsicht. Nicht wenige der ehrenamtlichen Helfer nehmen selbst Geld in die Hand um schnelle Linderung herbei zu führen. Entlastung der Ehrenamtlichen ist daher also dringend geboten.

Unser Fraktionssprecher im Kreistag Martin Schmid, hat kürzlich einen Antrag der Manchinger SPD, welcher ursprünglich an den Markt Manching gerichtet war, aufgrund vieler organisatorischer Schnittmengen an das Landratsamt weitergeleitet.


Der SPD Kreisvorstand greift diese Initiative auf und hat folgendes Programm bzw. folgende Lösungsvorschläge für eine Verbesserung der Unterstützung unserer ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer im Landkreis PAF zusammengefasst:

a) Regelmäßige Durchführung von gemeindeübergreifenden Informationsveranstaltungen zur Asylbewerbersituation im Landkreis für Bürger und Kommunen

b) Finanzielle Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlings-Helfer
in den Gemeinden zum Beispiel durch Einrichtung eines Fonds für Gemeinden mit einem Helferkreis zur Verwendung für deren konkrete Arbeit (Die Summe könnte sich am Beispiel des Landkreises Dachau an der Zahl der zu betreuenden Flüchtlinge richten)

c) Aufstockung des Personals
der bestehenden Sozialberatung, bzw. zusätzliche Hauptamtliche zur Unterstützung der Verwaltungsarbeit

d) Spendengelegenheiten vermitteln
(Übersicht aller Organisationen, welche mit Spendengeldern Flüchtlinge vor Ort unterstützen)

e) Mehr Angebot von Sprachkursen
auch für Erwachsene (nicht nur von BAMF)

f) Noch bessere Vernetzung und Austausch
aller im Bereich Aktiven im Bereich Asyl. Bspw.  eine informative Sammlung von Flüchtlings-Hilfe-Aktivitäten aus den Landkreis-Gemeinden.
Verbessertes Schnittstellenmanagement, das Informationen an die einzelnen Netzwerkmitglieder verteilt. (eventuell zusätzlicher Einsatz der Servicestelle Ehrenamt im Landratsamt)

g) Einrichtung eines Webangebotes
auf der Landkreisseite mit allen Infos und Kontakten für Helfer und Bürger (evtentuell entsprechende Groupeware zum digitalen Austausch)

h) Einsatz bei der Regierung,
dass Flüchtlinge in unserer Gegend zusätzlich auch saisonale Arbeit verrichten dürfen (Hopfenzupfen, Spargelstechen, usw…)

i) Benennung von Flüchtlings-Beauftragten
in allen Gemeinden und klare Benennung und Vermittlung von Behördenzuständigkeiten gegenüber den Ehrenamtlichen.

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Was wir als Kreisverband und Orstvereine selbst tun wollen:

- Unterstützung des Aufrufes zur Kleiderspende (Kleiderkammer) von BRK und THW mit einer entsprechenden Logistik für Winter-Kleiderspenden koordinieren. Unterstützung bei der Einrichtung einer lokalen Kleiderkammer in der jeweiligen Gemeinde, sofern die AKs vor Ort möchten

- zentrale Helfer-Hotline mit Infos für potentielle ehrenamtliche Helfer / (Übergangsweise bis diese vom Landratsamt selbst eingerichtet wird)

- Empfang der Landtagsfraktion für die ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer Arbeits- und Helferkreise

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Kontakt für Rückfragen:
SPD Bürger- und Aktionsbüro 
Quellengasse 13
85276 Pfaffenhofen
08441 859185
info(at)spd-paf.de

 
 

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